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Facebook Like Hack: Das steckt wirklich dahinter!

Es reicht! Sie haben doch schon alles versucht. Und trotzdem herrscht noch immer gähnende Leere auf Ihrer Facebook Seite. Vielleicht sollten Sie dem Facebook Like Hack doch eine Chance geben. Aber was wissen Sie eigentlich darüber? Und können Sie der Methode trauen?

Wir erklären, wie der Like Hack funktioniert und welche Risiken damit verbunden sind. Im Anschluss stellen wir drei Alternativen vor.

Was genau ist ein Hack?

Wie Sie sich schon denken können, geht es beim Hack nicht etwa um Schweinefleisch. Der Begriff stammt aus dem Englischen und findet vor allem im IT-Bereich Anwendung. In seiner ursprünglichen Bedeutung beschreibt er eine Art Tüftelei, bei der ein technik-versierter Mensch ein Problem durch eine ungewöhnliche Methode lösen will.

Ein zentrales Element hierbei ist die Zweckentfremdung. Ein Gegenstand (oder eine Methode) findet Anwendung in einem Bereich, für den er ursprünglich gar nicht entwickelt wurde. Der deutsche Journalist und Computer-Aktivist Wau Holland versinnbildlichte dieses Prinzip mit einer Kaffeemaschine, die zum Aufwärmen einer Brotscheibe umfunktioniert wird.

Über die technische Sparte hinaus werden Hacks auch fürs “normale Leben” immer beliebter. Sogenannte Lifehacks helfen uns dabei, alltägliche Dinge besser zu meistern – und zwar indem wir dafür ganz neue Wege gehen:

So wird Zahnpasta als Füllung von Bohrlöchern genutzt, um sich den Gang zum Baumarkt sowie ein paar Groschen zu sparen. Papprollen, zum Beispiel von Toilettenpapier, landen nicht im Mülleimer, sondern dienen zur übersichtlichen Aufbewahrung von Kabeln. Und wer Nägel mit Wäscheklammern festhält, wird sich mit dem Hammer nicht mehr auf die Finger hauen.

Und der Facebook Like Hack? Der ist also ist eine Methode, mit der die Zahl der Facebook Likes effektiv und auf ungewöhnliche Weise gesteigert wird. Wie genau das funktioniert, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

So funktioniert der Facebook Like Hack

Wenn Sie das Schlagwort “Facebook Like Hack” bei Google eingeben, spuckt Ihnen die Suchmaschine in 0,76 Sekunden 37.100.000 Ergebnisse aus. Unzählige YouTube Videos und Blogbeiträge verraten Schritt für Schritt, wie Sie den Facebook Like Hack nutzen können.

Screenshot einer Webseite, die eine Facebook Like Hack App anbietet

Darunter mischen sich hunderte Apps und Webseiten, auf denen Sie sofort loslegen können. Da die meisten Hacks nach dem selben Prinzip funktionieren und wir Ihnen die Suche ersparen wollen, haben wir hier einmal eine ausführliche Anleitung aufgeschrieben.

1. Einstellungen ändern

Melden Sie sich bei Facebook an und überprüfen Sie Ihre Einstellungen. Möchten Sie Likes für Beiträge auf Ihrem privaten Profil erhalten, sollten Sie die Privatsphäreeinstellungen entsprechend ändern. Das heißt, Ihr Profil muss mitsamt der Inhalte für alle nicht-befreundeten Facebook Nutzer öffentlich und likebar sein.

Sollte es sich um eine Fanseite handeln, sind die Beiträge in der Regel öffentlich. Gegebenenfalls müssen Sie aber Landes- und Alterseinschränkungen aufheben, so dass jeder Nutzer egal welchen Alters und welcher Herkunft Ihre Seite liken kann.

2. App zulassen

Haben Sie sich für einen Dienst entschieden, müssen Sie auf der Seite die App zulassen. Daraufhin bekommen Sie eine Erfolgsbenachrichtigung. Mit einem Klick auf den Button erhalten Sie im nächsten Schritt Ihr Token zur Authentifizierung.

Es öffnet sich ein neues Fenster. Hier kopieren Sie die URL heraus und fügen Sie auf der Ursprungsseite in das entsprechende Feld ein. Die App hat jetzt Zugriff auf Ihren Account.

3. Likes sammeln

Nun können Sie sich beim Like Hack einloggen und einen Dienst auswählen. Möchten Sie Likes auf Ihr Profilbild erhalten oder den aktuellsten Post? Oder die Likes für Ihre Fanseite steigern? Sie haben die Wahl!

Was passiert nun genau?

Das Prinzip des Facebook Like Hack ist einfach. Das System hat Zugriff auf den Account eines jeden dort registrierten Nutzers und handelt in dessen Namen – ohne, dass der User einen Finger rühren muss oder überhaupt etwas von seinen “eigenen” Aktivitäten mitbekommt.

Beispiel: Thomas hat sich beim Facebook Like Hack angemeldet, um mehr Likes für sein Profilbild zu bekommen. Nun werden die Profile der anderen Nutzer aktiv und klicken auf “Gefällt mir”.

Es sind aber wortwörtlich die Profile, die aktiv werden und nicht die Menschen, die dahinter stecken. Sandra weiß zum Beispiel nicht, dass sie Thomas’ Profilfoto likt, weil sie es in Wirklichkeit nie zu Gesicht bekommt.

Ein genialer Streich! Denn: Thomas wird von echten, aktiven Profilen gelikt und muss sich nicht auf Bots verlassen. Die haben nämlich meist weder ein Profilfoto noch irgendeine Aktivität vorzuweisen, weshalb man sie schnell als Fake Accounts entlarven kann.

Doch was passiert, wenn wir die Kontrolle über unseren Account in fremde Hände geben?

Risiken & Nebenwirkungen

Das Wort “Hack” hat im Grunde genommen eine doppelte Bedeutung. “Hack” heißt im Englischen soviel wie Kniff oder Trick. Eine andere, gerade im Zeitalter des Internets sehr geläufigere Bedeutung ist jedoch die des Hackens – also wenn jemand unrechtmäßig in ein fremdes System eindringt, um ihm zu schaden.

Beim Facebook Like Hack passiert genau das. Und zwar wissentlich! Thomas hat seine Login-Daten freiwillig verraten. Das bringt ihm zwar mehr Likes für sein Profilbild ein, sonst aber nur eine Menge Ärger.

Zum Beispiel kann Thomas nicht kontrollieren, wem sein Profilbild gefällt. Mit manchen Nutzern möchte er sich eigentlich gar nicht einlassen, da sie zum Beispiel andere politische oder religiöse Ansichten vertreten. Und dennoch hat er von entsprechenden Nutzern nun ein Like auf seinem Profil.

Facebook Accounts, die durch unbekannte Dritte verwaltet werden, werden durch Hacks zudem für weit mehr gebraucht, als vom Nutzer ursprünglich gedacht. Thomas wird überall Spam-Kommentare für dubiose Dienstleistungen posten. Er wird private Nachrichten an seine Freunde schicken, die neben einem netten Gruß auch gefährliche Viren enthalten.

Möglicherweise wird Thomas auch schnell Anhänger radikaler Parteien und abonniert fleißig andere, auf Facebook verbotene Inhalte. All diese Aktivitäten, die von Facebook registriert werden, können schlimmstenfalls zur Sperrung oder Löschung seines Accounts führen – und zwar ohne Vorankündigung.

Damit hat sich der Traum von vielen Likes schnell erledigt. Ohne Account können schließlich auch keine Beiträge abgesetzt, geschweige denn gelikt werden.

Warum nehmen wir diese Risiken in Kauf?

Facebook hat – trotz seiner vergleichsweise jungen Geschichte – einen enormen Stellenwert in unserer Gesellschaft eingenommen. Und das in eigentlich jedem Land dieser Erde (ausgenommen die Länder, in denen Facebook von der Regierung verboten wurde – was dem Netzwerk letztendlich aber auch eine große Bedeutung zuspricht).

Wichtig ist Facebook für Privatleute und Unternehmen gleichermaßen. Die Plattform bietet Raum für Urlaubsfotos, Verlobungsankündigungen, Silvesterpartys, Weight Loss Challenges und ausrangierte Möbelstücke, die in Trödelgruppen feilgeboten werden.

Firmen erweiteren ihren Marketing-Mix, indem sie neue Zielgruppen erschließen, Facebooks Werbeformate nutzen und sich mit gezielten Kampagnen und professionellem Community Management neu erfinden.

Sinn und Zweck all dieser Aktivitäten ist beim Gegenüber eine Reaktion hervorzurufen. Entsteht regelmäßige Interaktion in Form von Likes, Kommentaren und Shares, steigt auch die Reichweite des Profils beziehungsweise der Seite.

Jede unkommentierte Änderung des Beziehungsstatus’, jedes ungesehene Video ist deshalb eine herbe Enttäuschung. Schulkinder werden gemobbt, Verliebte stellen ihre neue Beziehung in Frage und Unternehmen bangen um ihre Absätze, wenn sie keine Facebook Likes bekommen. Je schwerer der Misserfolg wiegt, desto leichtsinniger die Mittel, um schnell ans Ziel zu kommen.

Facebook Login-Daten mit völlig unbekannten Websites zu teilen ist aber genau so unsinnig, wie seine PIN fürs Online-Banking preiszugeben – der Schaden kann enorm sein.

Wer auf Facebook eine wichtige Mission erfüllen will oder muss, sollte zu alternativen Mitteln greifen, um mehr Likes zu bekommen. Und selbst wenn nicht jede Methode über Nacht tausend neue Facebook Likes bringt, so ist sie doch zumindest nachhaltiger als ein gehackter Account.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Sie eine Facebook Seite managen und den Zuwachs ankurbeln möchten, haben wir ein paar weniger “destruktive” Tipps für Sie parat:

1. Einladungen verschicken

Nicht selten liken Nutzer einzelne Beiträge, sind dabei jedoch noch kein Fan der Seite. Hier gibt es einen einfachen Trick, die ja bereits interessiert scheinenden Nutzer in Fans zu verwandeln. Dazu klicken Sie einfach auf die Zahl der Likes, die der Beitrag erzielt hat.

Dann öffnet sich eine Übersicht aller Profile, die den Beitrag mit “Gefällt mir” markiert haben. Rechts neben dem Usernamen sehen Sie einen Button mit der Bezeichnung “Einladen”. Klicken Sie darauf und schon erhält der Nutzer eine Einladung, Ihre Seite zu liken.

Natürlich wird die Erfolgsquote nicht bei 100% liegen. Sie werden aber überrascht sein, wie viele Facebook Nutzer Ihre Einladung dankend annehmen. Die Methode ist für arbeitsscheue Administratoren eher weniger gedacht, da jeder Nutzer einzeln eingeladen werden muss.

Der Vorteil überwiegt jedoch ganz klar. Denn wer auf Ihre Posts bereits aufmerksam geworden ist, wird mit großer Wahrscheinlich auch in Zukunft auf Ihre Beiträge reagieren, sobald er Sie erst mal abonniert hat.

Und vergessen Sie Ihre Freunde nicht! Wenn Sie eine Fanseite managen, sollten Sie zuallererst Ihre Facebook Freunde üben den entsprechenden Button einladen, die Seite mit “Gefällt mir” zu markieren. Noch persönlicher wird es, wenn Sie private Nachrichten mit einem kurzen Text verschicken.

2. Anzeigen schalten

Gerade Unternehmen können einen Teil ihres Marketingbudgets für Facebook Ads aufwenden. Die recht einfache Handhabung und die Möglichkeit, zielgruppengenaue Einstellungen vorzunehmen, machen sie zu einem beliebten Mittel.

Auch Facebook Ads sind nicht frei von Kritik. So wird zum Beispiel darüber gerätselt, wie sinnvoll die Anzeigen wirklich sind und ob hinter den Nutzern, die die Klickzahlen – und damit die Werbeeinnahmen – generieren, nicht auch Fake Accounts stecken.

Zudem scheint die Organic Reach von Seiten immer weiter zu fallen, Admins berichten, ihre Fans bekämen im Newsfeed keine Posts mehr zu Gesicht, die nicht über Facebook Ads gesponsert wurden.

Steckt eine Verschwörung dahinter? Will Facebook die Monetarisierung durch gezielte Manipulation des Algorithmus vorantreiben? Mehr als spekulieren können wir nicht, der Riese lässt sich nicht in die Karten gucken.

Was Ihnen als Unternehmer in jedem Falle klar sein sollte: Facebook Ads sind nicht zu vergleichen mit Google Ads. Anzeigen auf Facebook können die Verkaufszahlen nicht direkt ankurbeln, da die meisten Nutzer gar keine Kaufabsicht haben.

Facebook Ads können aber dabei helfen, mehr Nutzer auf einzelne Posts und auf Ihre Fanseite zu locken. Welche Inhalte Sie dort regeläßig posten und wie Ihre Seite insgesamt auftritt, entscheidet darüber, ob Sie die Nutzer an sich binden können.

3. Fans und Post Likes kaufen

Wer nach einer schnellen und effektiven Lösung sucht, kann Facebook Likes kaufen. Mit wenigen Schritten können die Pakete bestellt werden und schon kurze Zeit später steigen die Zählerstände an. Je nach Anbieter kann die Menge, die Nationalität der Nutzer oder auch der tägliche Zuwachs bestimmt werden.

Wichtig bei dieser Lösung ist, dass Sie die Anbieter akribisch prüfen. Nicht wenige Dienstleister versprechen das Blaue vom Himmel, liefern dann aber einfach nicht. Geld zurück gibt es in den wenigsten Fällen. Fehlende Kontaktdaten oder Impressen sollten Sie aufhorchen lassen.

Bevor Sie das Portemonnaie zücken, rufen Sie den Anbieter doch einfach mal an oder machen Sie eine Testbestellung. So können Sie die Spreu vom Weizen trennen, bevor Sie dem verlorenen Geld nachtrauern.

Generell gilt auch bei seriösen Anbietern: Eine langfristige Lösung stellt der Kauf nicht dar. Viele Postlikes können nicht über schlechte Inhalte hinwegtäuschen oder die Arbeit ersparen, die eine gute Facebook Seite eben ausmacht.

Als letzten Tipp möchten wir Ihnen deshalb noch mitgeben, dass Qualität eben doch vor Quantität kommt. Wenn Sie dauerhaft auf Facebook erfolgreich sein möchten, sollten Sie einen Schlachtplan entwickeln, der auf nachhaltigem Wachstum basiert. Und dabei einen langen Atem bewahren...

Finger weg vom Facebook Like Hack

Wer den Facebook Like Hack nutzt, spielt mit dem Feuer. Überdenken Sie die Wichtigkeit Ihres Vorhabens noch einmal gründlich, bevor Sie dubiosen Apps Ihre Login-Daten verraten. Der Schaden übersteigt den Nutzen bei weitem.

Mit alternativen Methoden erzielen Sie vielleicht nicht ganz so schnelle Erfolge. Sie schützen sich aber davor, eine dauerhafte Sperre zu kassieren. Und das sollte es die Mühe schon wert sein.